Geistes-, Sozial- und Kulturwissenschaften spielen in der entstehenden Wissens- und Lerngesellschaft eine zentrale Rolle: komplexe gesellschaftliche Herausforderungen lassen sich nicht mit dem Wissen und den Methoden einzelner Disziplinen lösen, sondern nur in ihrem Zusammenwirken.
Zu spezifischen Problemstellungen bringen Betroffene oft ebenso wichtige Aspekte ein wie Wissenschafter/innen. Transdisziplinäre Forschung bedeutet daher auch, unterschiedliche Gruppen der „Zivilgesellschaft“ als potentielle Nutzer/innen von Forschungsergebnissen in Forschungsprozesse mit einzubeziehen. Deshalb werden Vertreter/innen von Wissenschaft, Forschung und Kunst, Politik, Wirtschaft und Medien, NGOs als gleichberechtigte Partner/innen angesehen, die unterschiedliche Wissensformen in Kooperationen einbringen können. Für solche Formen der Zusammenarbeit fehlen aber vielfach noch die theoretischen, methodischen und methodologischen Grundlagen.
Deshalb wurde im Programm TRAFO – Transdisziplinäres Forschen Geistes-, Sozial- und Kulturwissenschaften, als ausdrückliches Methodenprogramm, der transdisziplinäre Forschungsprozess ins Zentrum wissenschaftlicher Forschung gestellt. Da es ein vergleichbares Forschungsprogramm bislang weder national noch international gab, schuf bzw. verbesserte TRAFO Möglichkeiten, in zentralen Feldern der internationalen Programmforschung mit innovativer transdisziplinärer Forschung Agenda Setting zu betreiben und damit einen mehrfachen forschungspolitischen Mehrwert zu erzielen.
Der Fokus des Programms lag darauf, Modelle transdisziplinären Forschens zu entwickeln. Anhand klar beschriebener Fragestellungen wurden methodisch innovative Wege aufgezeigt und im Forschungsprozess erprobt. Damit sollte zudem dokumentiert werden, wie in den GSK problemorientierte, transdisziplinäre Forschung betrieben werden kann, aber auch, mit welchen Schwierigkeiten und Hindernissen sie sich konfrontiert sieht.
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